Das Netzwerk hdw nrw arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung des Qualitätsmanagements. Seit der Akkreditierung im Jahr 2008 und der Re-Akkreditierung 2016 sind folgende Veränderungen mit diesem Ziel umgesetzt worden bzw. befinden sich in der Umsetzung.

 

1. Das Zwei-Säulen-Prinzip

Das Netzwerk hdw nrw ist – insbesondere mit dem neuen Kooperationsvertrag (PDF, 27 KB) ab 2015 – auf zwei Säulen (PDF, 43 KB) aufgebaut: Eine Säule bildet der Mentorenkreis, in dem die von den 20 Mitgliedshochschulen benannten Mentorinnen und Mentoren an hochschuldidaktischen Themen arbeiten. Die zweite Säule ist die Geschäftsstelle, die für alle rechtlichen, finanziellen, planerischen und weiteren Aktivitäten in Abstimmung mit dem Lenkungsrat zuständig ist.

 

2. Der neue Programmplanungsprozess

Auf der Grundlage der im Rechenschaftsbericht zusammengestellten Daten und Nutzungszahlen des Vorjahres beginnt die Programmplanung (PDF, 72 KB) für das Jahr mit einer Brainstormingkonferenz im Frühjahr mit dem Mentorenkreis und der Geschäftsstelle. Anschließend erfolgt eine Abfrage nach Vorschlägen und Wünschen jedes einzelnen Mentors/der einzelnen Mentorin für seine/ihre Hochschule.

 

Die Geschäftsstelle entwickelt daraus einen Programmvorschlag, koordiniert Workshopleitungen und Hochschulstandorte und stellt das Jahresprogramm zusammen, das dann in der Netzwerkkonferenz im September vom Lenkungsrat, dem Mentorenkreis und der Geschäftsstelle verabschiedet wird.

 

3. Die didaktischen Grundprinzipien

Im Zuge der Akkreditierung im Jahr 2008 hat das Netzwerk hdw nrw didaktischen Grundprinzipien (PDF, 41 KB) formuliert, die sich nach den Empfehlungen der AKKO richten. Diese didaktischen Grundprinzipien werden jeder Referentin bzw. jedem Referenten mit dem Vertrag zugeschickt. Die Referentinnen und Referenten erkennen mit Unterschrift an, dass sie diese Grundprinzipien in ihren Angeboten berücksichtigen und sich danach richten.

 

4. Die Evaluation der Workshops mit Teilnehmer- und Referenten-Feedback-Bögen

Die Evaluation der Weiterbildungsveranstaltungen des Netzwerkes hdw nrw erfolgt seit 2010 mit zweiseitigen Fragebögen, die mithilfe des Programms EvaSys generiert und ausgewertet werden. Voraussetzung für eine vollständige Auswertung sind mindestens fünf ausgefüllte Feedbackbögen pro Workshop.

 

Ergänzend zu den Teilnehmerfragebögen wird seit 2012 von den Referenten ein Referenten-Veranstaltungsfeedback eingefordert, um beispielsweise Hinweise und Kommentare zur Raumausstattung, zum Catering oder zur allgemeinen Organisation zu erhalten. Gleichzeitig werden die Referenten angeregt, sich z.B. Gedanken über den Titel und den Ausschreibungstext des Workshops zu machen, um ggf. zukünftig passgenauer ausschreiben zu können. Hierzu wird den Referenten ein Fragebogen zur Verfügung gestellt. .

 

5. Die Evaluation der Coachings und Beratungen durch Feedbackgespräche

Die im Rahmen des Netzwerks hdw nrw angebotenen Beratungen und Coachings werden durch Feedbackgespräche zwischen der Geschäftsstelle und dem Coachee und der Geschäftsstelle mit dem Coach bzw. dem zu Beratenden sowie mit dem Beratenden analysiert.

 

Bisher sind die Anlässe für eine Beratung bzw. ein Coaching so unterschiedlich, dass ein einheitlicher Evaluationsbogen dafür nicht sinnvoll ist. Durch die geplante Formulierung der Coaching-Richtlinien für das Netzwerk hdw nrw können die Einhaltung der Richtlinien bei den einzelnen Coaching-Maßnahmen erfragt werden (s. Coaching-Richtlinien).

 

6. Der jährliche Rechenschaftsbericht des Netzwerks

Zur Verbesserung der Transparenz der Arbeit des Netzwerkes und der Nutzung des Angebotes wurde auf Beschluss des Lenkungsrates Ende 2012 eine jährliche Rechenschaftslegung in Form eines Jahres- bzw. Rechenschaftsberichtes beschlossen. Dieser Bericht wird von der Geschäftsstelle und dem Mentorenkreis gemeinsam verfasst, im ersten Quartal des jeweils neuen Jahres dem Lenkungsrat und der Landesrektorenkonferenz (LRK) vorgelegt und nach Abstimmung bzw. Verabschiedung veröffentlicht.

 

7. Die alle fünf Jahre stattfindende umfassende Evaluation des Netzwerks

Eine erste umfassende Evaluation des Netzwerkes wurde mit Ablauf der ersten fünf Vertragsjahre der Kooperationsvereinbarungen im März 2014 durchgeführt und diente der LRK zur Entscheidung über die Weiterführung des Netzwerks. Der LRK vorgelegt wurden: der aktuelle Jahresbericht, Ergebnisse der durchgeführten Mentorenbefragung, Ergebnisse einer Zertifikatsanwärter-Befragung und Ergebnisse der Evaluationsstudie. In der LRK Sitzung vom 14.11.2013 wurde auf dieser Grundlage die Weiterführung des Kooperationsvertrages beschlossen.

 

Zur Sicherstellung einer dauerhaften und kontinuierlichen Qualitätsentwicklung im Netzwerk hat der Lenkungsrat beschlossen, die Verpflichtung zur umfassenden Evaluation des Netzwerkes im 5-Jahres-Rhythmus weiterzuführen und dies als Aufgabe des Netzwerks in die neue Kooperationsvereinbarungen verbindlich aufzunehmen.

 

8. Die Evaluationsstudie über die Qualifizierungsangebote für neuberufene Professorinnen und Professoren des Netzwerks hdw nrw

Im Rahmen des Projekts Evaluation hochschuldidaktischer Qualifizierungsangebote für neuberufene Professorinnen und Professoren (PDF, 1,4 MB) wurde ein hochschuldidaktisches Weiterbildungsangebot des Netzwerks hdw nrw näher in den Blick genommen. Im Mittelpunkt stand die Evaluation der hdw-Basiskurse ›Lehren an Hochschulen‹ für neuberufene Fachhochschulprofessor/innen und die Analyse der Rahmenbedingungen (u.a. hochschuldidaktische Einarbeitungskonzepte der Fachhochschulen in NRW) aus der Perspektive relevanter Akteure und der Zielgruppe.

 

Vorgestellt werden ausgewählte Teilergebnisse der Projekts, die Antworten auf die Frage geben, was derartige Angebote leisten können.

 

9. Die Workshopraum-Checkliste für die Mitgliedshochschulen

Zur Sicherstellung der für die Durchführung von hdw-Workshops geforderten Standards wird den Hochschulen, an denen hdw-Veranstaltungen stattfinden, im Vorfeld eine Checkliste (PDF, 21 KB) zur Verfügung gestellt. Diese Checkliste enthält Hinweise zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Veranstaltungen inklusive einer Übersicht der erforderten Ausstattungsmerkmale (Medien, Materialien etc.).

 

Geregelt ist in der Checkliste zudem auch der Ablauf der Veranstaltungsevaluation, um die angemessene Durchführung der Befragung und den Rücklauf der Feedbackbögen sicherzustellen.

 

10. Das Zertifikat Professionelle Hochschullehre I und II

Seit 2010 bietet das Netzwerk ein hochschuldidaktisches Zertifikatsprogramm ›Professionelle Hochschullehre I und II‹ an, in dem Lehrende systematisch durch Teilnahmen an Workshops, Bearbeitung von Lernbriefen und Entwicklung eines eigenen Lehrportfolios ein deutschlandweit anerkanntes Zertifikat (gemäß dem Anerkennungspapier der dghd) erwerben können. Die einzelnen Schritte zu den Zertifikaten sind im Anhang aufgeführt (s. Kompetenzpass).

 

11. Die eLearning-Module Lernbrief I bis X

Für das Zertifikat ›Professionelle Hochschullehre I‹ müssen zehn Lernbriefe bearbeitet werden. Diese stehen allen Zertifikatsanwärtern als eLearning-Modul auf der Lernplattform des Netzwerks oder auch als pdf-Datei zur Verfügung und können je nach Lerntyp entsprechend genutzt werden.

 

Nach Anmeldung zum Zertifikatsprogramm werden die eModule freigeschaltet und können orts- und zeitunabhängig bearbeitet werden bzw. die pdf-Dateien werden bedarfsgerecht zugemailt. In Planung ist ein Forum oder Chat, damit die Zertifikatsanwärter auch untereinander kommunizieren können.

 

12. Das eLearning-Modul zur Entwicklung des Lehrportfolios

Für die Entwicklung eines eigenen Lehrportfolios stehen den Zertifikatsanwärtern verschiedene Varianten zur Anleitung zur Verfügung. Eine Einführung in das Thema Lehrportfolio mit neun Modulen ist auf der Lernplattform zu finden und es gibt einen Workshop zur Entwicklung des Lehrportfolios. Beide Angebote sind aufeinander abgestimmt und kombinierbar.

 

13. Die Zertifikate ›hochschuldidaktische Workshopleitung (HDWL)‹ und ›HDWL-Basiskurs‹

Die hohe Nachfrage zum Workshop-Angebot ›Lehren an Hochschulen‹ (Basiskurs) begründete sich u.a. darin, dass dieses Angebot ausschließlich von Lehrenden durchgeführt wurden, die selbst in der Lehre tätig sind und dadurch sehr viel Akzeptanz bei den Teilnehmenden erfahren. Um diese Qualität weiterhin gewährleisten zu können, wurden die Angebote Weiterbildung zur hochschuldidaktischen Workshopleitung (HDWL) und Weiterbildung zur hochschuldidaktischen Workshopleitung Basiskurse (HDWLB) konzipiert und durchgeführt.

 

14. Der jährliche Trainiertag des Netzwerks hdw nrw

Seit 2011 führt das Netzwerk hdw nrw regelmäßig im Juni/Juli einen Trainertag durch, an dem Basiskursleiterinnen und -leiter sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Schwesternetzwerke aus anderen Bundesländern teilnehmen. Neben einem Erfahrungsaustausch wird das Grundkonzept der Basiskurse, was verbindlich für jeden Basiskurstrainer ist, reflektiert und weiterentwickelt. Zudem werden auf diesem Trainiertag die Trainerteams gebildet und die Basiskurstermine für das nächste Jahresprogramm abgestimmt.

 

15. Das Netzwerk Hochschullehrercoaching

2011 wurde das Netzwerk Hochschullehrercoaching mit dem Ziel gegründet, die Qualität der Coaching-Angebote zu verbessern, den aktiven Coachs eine individuelle Unterstützung ihrer Arbeit anzubieten und ein gemeinsames Grundkonzept zu entwickeln. Die Mitglieder des Netzwerkes treffen sich dreimal im Jahr und arbeiten z.B. an anonymisierten Coachingfällen, stellen Methoden vor, deren Ergebnisse und Erfahrungen wiederum reflektiert und im Rahmen kollegialer Beratung zur Verfügung gestellt werden. Auf der Grundlage dieser Erfahrungen werden persönliche Coachingprofile entwickelt und gemeinsame Coaching-Richtlinien für das Netzwerk erarbeitet.

 

16. Die Coaching-Richtlinien

Zusätzlich zu den für alle Referentinnen und Referenten sowie allen Beraterinnen und Beratern verbindlichen didaktischen Grundprinzipien des Netzwerks hdw nrw werden für alle Beratungs- und Coaching-Situationen hdw eigene Coaching-Richtlinien (PDF, 82 KB) entwickelt, auf die die im Auftrag des Netzwerks tätigen Coaches verpflichtet werden sollen.

 

17. Die Akkreditierung des Programms

Die inhaltliche Akkreditierung des Programms hdw nrw ist bereits realisiert:

 

AKKO akkreditiert

Gemäß dem Beschluss der Akkreditierungskommission der dghd e.V. für hochschuldidaktische Aus- und Weiterbildungsangebote (AKKO) vom 4. März 2008 ist auf Grundlage des Antrags vom 30. Januar 2008 das Programm der Hochschuldidaktischen Weiterbildung Nordrhein-Westfalen (hdw nrw) verantwortet von der Geschäftsstelle Bielefeld und dem Mentoren-Arbeitskreis der Fachhochschulen Nordrhein-Westfalens als den professionellen Standards entsprechend in die Liste der von der dghd akkreditierten Veranstaltungen aufgenommen worden. Die Akkreditierung gilt für fünf Jahre ab Veröffentlichung in der Liste durch die dghd. Der Antragsteller verpflichtet sich, bedeutsame Änderungen der Programme oder deren Einstellung mitzuteilen. Eine erneute Akkreditierung nach Ablauf dieser Zeit soll sich vor allem auf kontinuierliche Evaluation stützen.

 

Am 8. März 2016 fand durch die Gutachterkommission der Akko gemeinsam mit der ZEvA die Begehung im Rahmen der Re-Akkreditierung des Netzwerks hdw nrw statt. Die Urkunde zur Re-Akkreditierung wurde im November 2016 dem Netzwerk hdw nrw überreicht.