September

24.09.2020 · Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Standort St. AugustinHS BRS, St. Augustin

„Ich möchte Ihnen dazu eine Geschichte erzählen...“ – Storytelling in der Hochschullehre

Lehren und Studieren, Workshop 30/20

Referent
Prof., M.A. Steven Bolarinwa 
Beschreibung

„Ich möchte Ihnen dazu eine Geschichte erzählen...“ – Storytelling in der Hochschullehre

 

Zielgruppe

Dieser Workshop wendet sich an Lehrende, die mit „didaktisch motiviertem Storytelling“ bisher noch keine oder nur wenig Erfahrung gesammelt haben, die jedoch das enorme Potential dieses Ansatzes wittern und offen sind für einen Einsatz von lernfördernder bildhafter Sprache in der eigenen Hochschullehre.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • lernen die verschiedenen Formen von Storytelling und das Wirkprinzip von Geschichten kennen
  • arbeiten didaktisch mit Metaphern und Analogien als Sprach-/Denkbilder
  • entwickeln und erproben erste Entwürfe konkreter Geschichten für den Einsatz in eigenen Lehrveranstaltungen
  • setzen an ihrer eigenen Kreativität an und bauen diese bezüglich Storytelling aus
  • sind gemeinsam didaktisch innovativ und entwickeln in der Gruppe Neues um dieses miteinander auszuprobieren
  • betreten spielerisch für sie (evtl. noch) unbekannte Pfade

 

Inhalt

Storytelling meint hier – in einer absichtlich weit gefassten Definition – den didaktischen Ansatz, durch bildhafte Sprache Ideen und Einsichten gehirngerecht zu kommunizieren. Denn wir Lehrende können Wissen nicht einfach mittels „Nürnberger Trichter“ (oder USB-Kabel) in die Köpfe der Studierenden verfrachten. Aber wir können durch geschickte Anwendung der uralten Prinzipien des Storytelling „Bilder in den Köpfen der Lernenden entstehen lassen“.

Bei alledem geht es natürlich auch um den angemessenen Einsatz und die passende Dosierung. Storytelling in der Hochschullehre heißt also nicht, zum Märchenonkel oder zur Märchentante zu mutieren oder in seinen Lehrveranstaltungen nur noch große Reden zu schwingen. Storytelling als ergänzende Methode in der Hochschullehre bedeutet stattdessen, studierendenzentriert und auf gehirngerechte Weise Verstehen und Lernen zu erleichtern.

Die Entwicklung zum bzw. zur „fertig ausgebildeten“ Storyteller bzw. Storytellerin ist ein langer Weg – dies kann nicht in zwei Workshop-Tagen erreicht werden. Sehr wohl aber kann erreicht werden, für das Thema der „bildhaften Sprache in der Lehre“ zu sensibilisieren, sich erstes konkretes Handwerkszeug dafür anzueignen und wirksame Ansätze für die eigene, selbstständige Weiterentwicklung mit nach Hause zu nehmen.

Der Workshopleiter bringt durch seinen Hintergrund als Musiker (Jazz, Komposition, Musikpädagogik), seine langjährige Tätigkeit in der (Hochschul-)Lehre sowie seine Erfahrungen im Storytelling (berufsbegleitende Weiterbildung) eine spannende Kombination von Kompetenzen mit, die er systematisch in diesen „Innovations-Workshop“ einbringt. Innovation bedeutet hier ganz ausdrücklich, dass jeder Workshop aufs Neue eine Einladung an die Teilnehmenden ist, gemeinsam die Möglichkeiten und Grenzen von Storytelling in ihrer eigenen Lehre zu ergründen.

 

Methoden

Impulsvorträge, Einzel- und Gruppenarbeit, Diskussion, Simulation, kollegiales Feedback

Dauer
2 Tage
Termine
24.09.2020, 10:00 – 17:00 Uhr
02.11.2020, 10:00 – 17:00 Uhr
Veranstaltungsort
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Standort St. Augustin
Organisation
hdw Bielefeld
Abmeldefrist
27.08.2020
Infos für Teilnehmer

Oktober

12.10.2020 · Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Standort St. AugustinHS BRS, St. Augustin

Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) – Forschen über das eigene Lehren

Lehren und Studieren, Workshop 35/20

Referentin
Beschreibung

Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) – Forschen über das eigene Lehren

 

Zielgruppe

Lehrende aller Hochschularten

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • verstehen die theoretischen Hintergründe dieses Konzepts
  • erhalten ein vertieftes Verständnis über die Umsetzungsmöglichkeiten
  • erfahren anhand von Praxisbeispielen die konkrete Umsetzungsmöglichkeit
  • diskutieren die Chancen, aber auch die Grenzen dieser Idee
  • spüren ihre eigenen Forschungsfragen zum Lehrhandeln nach
  • stellen erste Überlegungen für eine mögliche Forschung an
  • setzen sich mit anderen Teilnehmenden auseinander

 

Inhalt

1990 plädierte der einflussreiche US-amerikanische Hochschulforscher und –politiker Boyer mit seinem Buch „Scholarship Reconsidered. Priorities of the Professioriate“[1] für die Professionalisierung von Hochschullehrenden. Dieses hatte gewaltigen Einfluss auf US-amerikanische und in dessen Folge auch kanadische, skandinavische und australische Hochschullehrende und-forschende. Unter Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) wird verstanden, dass Lehrende an Hochschulen über ihr eigenes Tun in der Lehre und dessen Wirkungen bei den Studierenden nicht nur nachdenken und sich allenfalls mit ihren Kolleginnen und Kollegen darüber unterhalten, sondern das eigene Lehrhandeln systematisch untersuchen, reflektieren und diese Erkenntnisse und Erfahrungen über Veröffentlichungen der Fach- oder Hochschul-Community zur Verfügung stellen. Es ist ein spannender Ansatz, denn damit werden Lehrende auch als Forschende angesprochen; dabei treten jedoch Fragen auf: Wie kann SoTL im gewöhnlichen Hochschulalltag aussehen? Welche Daten können wie erheben, oder welche Vorhandenen könnten verwendet und ausgewertet werden? Welchen Impact können und sollen solche Anstrengungen für die eigene Lehre und Lehrentwicklung sowie für die Lehrentwicklung an einer Hochschule haben? Diesen Fragen werden wir in diesem Workshop nachgehen.

 

Methoden

Gruppen- und Einzelarbeit, Plenumsdiskussionen, Lehrgespräch, Textlektüre

 

[1] Boyer, E.L. (1990). Scholarship Reconsiedered: Priorities oft he Professoriate. Princeton: Carnegie Foundation fort he Advancement of Teaching.

Dauer
1 Tag
Termin
12.10.2020, 10:00 – 17:00 Uhr
Veranstaltungsort
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Standort St. Augustin
Organisation
hdw Bielefeld
Abmeldefrist
14.09.2020
Infos für Teilnehmer