Zielgruppe
Alle Hochschullehrenden, die nach niedrigschwelligen Möglichkeiten suchen, kurze analoge Lernspiele in ihre Präsenzlehre zu integrieren, um damit Aktivierung, Wiederholung und soziales Lernen zu fördern.
Die Teilnehmer*innen...
- wählen didaktische Ziele für kurze analoge Spielphasen aus, z. B. Aktivierung, Wiederholung, Lernstandsdiagnostik, Transfer und Peer-Learning.
- adaptieren bekannte und niedrigschwellige Spielprinzipien für fachliche Inhalte und fokussieren dabei Fähigkeiten der Fach-, Selbst- und Sozialkompetenz.
- integrieren kurze, wiederkehrende Spielphasen sinnvoll in eine Lehrveranstaltung.
- gestalten Spielmaterialien so, dass fachliche Inhalte gefestigt und typische Verständnis- bzw. Lernlücken sichtbar werden.
- leiten den Austausch und das gemeinsame Lernen im Spielsetting gezielt an.
- entwickeln ein einfaches analoges Spielformat für die eigene Lehre und planen dessen konkrete Umsetzung.
Inhalte
Durch die zunehmende KI-Nutzung tritt das gemeinsame Lernen in den Hintergrund. Die Stärkung von Sozial- und Selbstkompetenzen, wie z.B. Teamfähigkeit, Rollenverständnis, Organisations- und Zeitmanagement, Durchsetzungsvermögen, Kompromissfähigkeit oder kritisches Hinterfragen, fällt vielen Lernenden schwer. Analoge Spielphasen können einen bewussten Gegenpol schaffen: Studierende legen digitale Endgeräte für einen Moment beiseite, kommen miteinander ins Gespräch und bearbeiten fachliche Inhalte gemeinsam oder im Wettbewerb.
In diesem Workshop wird praxisnah gezeigt, wie sich kurze analoge Lernspiele regelmäßig in die Präsenzlehre integrieren lassen. Im Mittelpunkt stehen bewusst einfache und bekannte Spielprinzipien aus Gesellschaftsspielklassikern, beispielsweise Memory, Tabu, „Wer bin ich?“, Domino, Vier gewinnt oder klassische Quizformate.
Der Vorteil: Die grundlegenden Spielregeln sind meist bekannt oder schnell erklärt. Dadurch bleibt der organisatorische Aufwand gering und die fachliche Auseinandersetzung steht im Vordergrund. Ausgewählte Beispiele werden anhand des Moduls „Externes Rechnungswesen“ vorgestellt. Dabei wird gezeigt, wie sich fachliche Inhalte in kurze Spielsequenzen übertragen lassen, die der Wiederholung, Festigung und Aktivierung dienen. Die Übertragbarkeit auf die individuelle Lehre der Teilnehmenden steht dabei im Fokus. Die Spielphasen sind nicht als vollständige spielbasierte Lehrkonzepte gedacht. Vielmehr geht es um kurze, wiederkehrende Sequenzen, die unkompliziert in bestehende Lehrveranstaltungen eingebunden werden können.
Die Teilnehmenden probieren verschiedene Formate selbst aus und entwickeln anschließend ein eigenes Spielkonzept für ihre Lehre – von der Auswahl eines geeigneten Spielprinzips über die Erstellung des Materials bis zur Einbindung in die Lehrveranstaltung und einer einfachen Feedbackschleife. Der Fokus liegt dabei auf einfachen, unmittelbar einsetzbaren Lösungen – nicht auf aufwendiger Spieleentwicklung, Gamification oder digitalen Lernspielen.
Methoden
Kurze Inputphasen, Erprobung ausgewählter analoger Lernspiele, Kleingruppen-Arbeit, Plenumsdiskussion sowie kollegialer Austausch
Hinweise
Die aktive Mitarbeit der Teilnehmenden ist die Grundlage dieses Workshops! Bitte bringen Sie möglichst eine eigene Lehrveranstaltung oder Lehreinheit mit, für die Sie ein spielerisches Format entwickeln möchten (Thema, Zielgruppe, Umfang, typische Fehler oder Verständnisschwierigkeiten).
8 AE (anrechenbar auf das Zertifikat Professionelle Hochschullehre I oder auf das Zertifikat Professionelle Hochschullehre II)